Unsere Ablegerbildung
Zunächst möchte ich darauf hinweisen das wir in unserer Imkerei Begattungskästchen nur bei der Belegstellen-Anpaarung verwenden. Die Begattung der Wirtschaftsköniginnen erfolgt ausschließlich im Wege der Ablegerbildung und in weiterer Folge der Begattung in Ablegerkästen.
Diese sehr einfache Methode der Ablegerbildung ist vergleichbar mit der Brutablegerbildung. Dabei werden den Völkern ca. Anfang, bis Mitte Mai (je nach Zuchtbeginn) jeweils 2-3 Brutwaben – besetzt mit jungen Bienen – entnommen und in den Ablegerkasten oder in eine neue Beute umgehängt. Bei den Waben ist lediglich darauf zu achten das sich die Königin nicht auf den umgehängten Waben befindet und das die Waben mit ausreichend Jungbienen besetzt sind. Die Brutwaben können sowohl offene als auch verdeckelte Brut aufweisen. Die gebildeten Ableger bleiben am gleichen Bienenstand (Zuchtstand). Ein geringer Teil der Flugbienen kehrt in das alte Vollvolk zurück. Zur Brutpflege des neuen Ablegers stehen aber genügend Jungbienen zur Verfügung. Die Bienen im Ablegerkasten würden nun sofort damit beginnen Weiselzellen anzusetzen. Dem jungen Ableger wird aber eine schlupfreife Weiselzelle zugehängt. Die Ablegerbildung erfolgt bei uns normalerweise 1-2 Tage vor dem Schlupftermin der Weiselzellen. Nach ca. 2 Tagen wird nochmals nachkontrolliert ob die Königinnen erfolgreich geschlüpft sind. Vom Ablegervolk bereits angesetzte Weiselzellen werden aufgebissen. Nach ca. 14 Tagen sollte sich dann die begattete Königin in Eilage befinden und man kann bereits von Beginn an das Brutnest der jungen Königin sehen. Zusätzlich werden die Ableger im Zeitraum ohne verdeckelter Brut mit flüssiger Oxalsäure behandelt. Ableger die mit 2-3 Brutrahmen und restlichen Mittelwänden gegründet wurden haben sich normalerweise bis Ende Juli zu sehr schönen Vollvölkern entwickelt. Je nach Trachtangebot sollte man die Ableger füttern. Junge Königinnen welche das Volk nicht bis Ende Juli zum Vollvolk haben oder durch Fehlanpaarungen unzureichende Bienen liefern, können noch rechtzeitig umgeweiselt werden. Somit hat man schöne Vollvölker zum Einfüttern und ist für das nächste Bienenjahr gut vorbereitet.
Bei Ablegern die lediglich zur Anpaarung gegründet werden kann man diesen Schritt mehrmals wiederholen. Nach der Prüfung der Legeleistung und des Brutnestes der jungen Königin kann diese dem Ableger entnommen werden und es wird wieder eine neue schlupfreife Weiselzelle zugehängt.
Möchte man dem Ableger eine bereits junge, begatte Königin zusetzen ist unbedingt darauf zu achten das sich keine offene Brut auf den umgehängten Waben befindet oder das die angesetzten Weiselzellen restlos entfernt werden.
Hier möchte ich auf den Artikel „ Königinnen richtig zusetzen“ verweisen