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Drohn - Drohnenzucht - Zuchtarbeit

Drohn - Drohnenzucht - Zuchtarbeit

Der Drohn bzw. die Drohneist die männliche Honigbiene. Die männlichen Drohnen begatten junge Königinnen.

Ihre Körperform ist meist größer und gedrungener als die einer Arbeiterin, die Facettenaugen sind meist größer und leistungsfähiger. Zudem hat der Drohn keinen Stachel.

Drohnen entstehen aus unbefruchteten Eiern. Die Königin kann bei der Eiablage kontrollieren, ob ein Ei befruchtet wird oder nicht. Die Biologen sprechen hier von haploiden Eiern.

Allgemein:

Bei den ganzjährig staatenbildenden Honigbienen treten die Drohnen nur in der Vermehrungsphase des Bienenvolks, der Schwarmzeit, auf, etwa von April bis August, hauptsächlich aber im Mai und Juni. Zur Aufzucht werden von den Bienen größere Wabenzellen geschaffen. Bis zur Jahresmitte können in einem starken, gesunden Bienenvolk einige hundert bis tausend Drohnen vorhanden sein. Die Drohnen beteiligen sich nicht an irgendwelchen Arbeiten im Bienenstock oder am Sammeln von Pollen und Nektar. Sie sind im Gegensatz zu den Männchen solitär lebender Bienenarten nicht einmal in der Lage, Nektar aus Blüten aufzunehmen, sondern sind zu ihrer eigenen Ernährung auf den sozialen Futteraustausch (Trophallaxis) im Bienenvolk angewiesen. Nach der Geschlechtsreife fliegen sie regelmäßig aus, um nach begattungsfähigen Bienenköniginnen zu suchen, siehe auch Drohnensammelplatz.

Im Flug

Die Kopulation mit einer jungen Bienenkönigin findet bei einem Hochzeitsflug statt. Hierbei wird der Geschlechtsapparat (Penis) des Drohns herausgestülpt, wobei der Drohn stirbt und dann von der Königin abfällt. Drohnen von einigen Wespenarten (z. B. Hornissen) können sich dagegen mehrfach mit Königinnen paaren. Auch findet die Paarung bei den Hummeln und allen Wespenarten nicht in der Luft, sondern am Boden statt.

Ein häufig verwendeter Begriff ist die sogenannte Drohnenschlacht am Ende dieser Zeitspanne, etwa zur Sommer-Sonnenwende. Den Drohnen wird der soziale Futteraustausch verweigert und sie werden bereits am Flugloch abgedrängt, also nicht mehr nach ihren Ausflügen in das Bienenvolk gelassen. Es kann auch vorkommen, dass jüngere Drohnen von Bienen aus dem Bienenstock herausgezerrt werden. Die Folge davon ist, dass sie aufgrund von Nahrungsmangel schließlich nicht mehr flugfähig sind und verhungern. Häufig kann man in dieser Phase herumkrabbelnde, sterbende Drohnen beobachten.

Bedeutung für die Königinnenzucht:

Königinnenzucht bedeutet im Wesentlichen auch Drohnenzucht. D.h. das sich der Imker nicht nur um ausgewählten Zuchtstoff von Reinzuchtmüttern kümmern muss sondern auch um die entsprechende Qualität und Quantität der Drohnen.

Bei uns werden am Zuchtstand jedes Jahr alle Bienenvölker mit einer gleichen F1 Königinnen besetzt. D.h. das alle Königinnen der F1 Generation von der gleichen Reinzuchtmutter abstammen.

Im nächsten Bienenjahr werden mit der ersten Erweiterung (Anfang, Mitte April) 2 Drohnenwaben pro Volk zugehängt. Aufgrund der Tatsache das die Drohnen der F1 Völker rein sind, bilden diese die Grundlage für eine gute und konstante Weitervererbung an die nächste Generation. Sobald Ende April bzw. Anfang Mai mit der Zucht begonnen werden kann stehen bis zum Begattungsflug genügend Drohnen zur Verfügung. Bei einer entsprechenden Völkeranzahl und ständiger Auslese kann man somit auch am eigenen Zuchtstand sehr gute Zuchtergebnisse für F1 Königinnen erhalten.

Für Reinzuchtköniginnen (mit Zuchtnachweis) wird der Weg zu einer Belegstelle oder die künstliche Besamung der Königinnen unausweichlich sein.

Belegstellen Infos, Anbieter von künstlichen Besamungsgeräten, Software zum Kören finden Sie unter Links/Zucht-Belegstellen.

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