Propolis
Auf den Bienen leben weder Bakterien noch Viren oder Pilze. Diese Abwehrfähigkeit ist für die Bienen äußert wichtig. Bei einer engen Lebensgemeinschaft von bis zu 80.000 Bienen pro Volk wären die Auswirkungen einer Seuche verheerend. Mit Propolis stärken die Bienen ihr Immunsystem. In ihrer heutigen Erscheinung gibt es Bienen seit 50 Millionen Jahren (Jungtertiär); sie haben sich in dieser Zeit genetisch kaum verändert. Propolis schützt die Bienen seit jeher vor Krankheiten.
Die Bezeichnung Propolis stammt aus dem Griechischen und heißt: " für die Stadt". Die Bienen sammeln die Rohstoffe an Pflanzen, vor allem an Knospen, deren Auszüge sie mit eigenen Sekreten versetzen.
Der Rohstoff von Propolis, auch Bienenharz, Bienenleim, Kittharz oder Kittwachs genannt, wird von Bienen als harzige Substanz an Knospen und teilweise auch an Wunden verschiedener Bäume (hauptsächlich Birken , Buchen , Erlen , Fichten , Pappeln , Rosskastanien und Ulmen ) gesammelt. Weiter verarbeitet, mit Wachs, Pollenanteilen und Speichelsekret angereichert, handelt es sich um ein bei Stocktemperatur klebriges Baumaterial, das zum Abdichten von kleinen Öffnungen, Spalten und Ritzen verwendet wird.
Andererseits dient das Material auch dazu, Bakterien und Pilze , die in den Stock eingeschleppt werden könnten, oder vorhanden sind, in ihrer Entwicklung zu hemmen, oder sogar abzutöten. Hierzu werden Oberflächen, z.B. auch das innere der Wabenzellen für die Brut mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen.
Wegen dieser Eigenschaften wird Propolis von den Imkern aus dem Bienenstock gewonnen und meist in Form von Lösungen für die Alternativmedizin und Naturheilkunde verwendet. Nach einer im Fachmagazin Journal of the Science of Food and Agriculture veröffentlichten Studie der Universität von Zagreb von 2004 , zeigten Versuche an Mäusen, bei denen künstlich Krebstumore erzeugt wurden, dass Propolis das Wachstum schon bestehender Tumore zu hemmen vermag. Die Forscher testeten auch andere Bienenprodukte, die sich - zumindest bei den Versuchstieren - ebenso als wirkungsvoll bei der Vorsorge oder Behandlung von Krebs erwiesen.Honig und Gelee Royale scheinen nützlich für die Krebsvorsorge zu sein (u.a. Hemmung von bösartigen Geschwüren bzw. deren Ausbreitung). Bienengift, das direkt in Tumore injiziert wurde, ließ die Geschwülste schrumpfen und wirkte im weiteren Verlauf deutlich wachstumsverzögernd.
Wichtig zu wissen ist, dass ein gewisser Prozentsatz von uns Menschen allergisch auf Propolis reagiert! Normalerweise treten dann beim Kontakt mit Propolis nur stark juckende Hautreizungen und Bläschen auf. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass selbst lebensbedrohliche Zustände möglich sind.
Propolis ist ein Gemisch aus sehr vielen unterschiedlichen Stoffen und diese Zusammensetzung kann stark streuen.
Historische Verwendung von Propolis:
- das Einbalsamieren der Mumien im alten Ägypten
- Zweiter Weltkrieg : Die Rote Armee verwendete Propolis zur Wundbehandlung der Soldaten.
Zusammensetzung
- 55% Naturharz und Pollenbalsam
- 30% Wachs
- 10% Öle
5% Pollen
Wirkstoffe in Propolis
- Chemische Elemente wie Zink
- Eisen
- Magnesium
- Selen
- Silizium
- Kupfer
- Vitamine wie A
- B3
- E
- Flavonoide
Anwendungsgebiete
- Äusserlich Wundbehandlung / Wunddesinfektion kleinerer Schnitt- oder Schürfwunden
- Aknebehandlung
- Sonnenbrand
- Zahnhygiene
- Innerlich Erkältungskrankheiten
- Stärkung der Immunabwehr