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Wie entsteht Honig

Wie entsteht Honig

Echter Bienenhonig ist ein Geschenk aus der Natur und entsteht aus dem Zusammenspiel von blühenden Pflanzen und Honigbienen. Wie Goethe schon schrieb, müssen beide einst wohl füreinander geschaffen worden sein:

„Ein Blumenglöckchen vom Boden hervor,
war fröhlich gesprosst im lieblichen Flor;
da kam ein Bienchen und naschte fein,
die müssen wohl füreinander sein.“
Wolfgang von Goethe

Doch sind die Blumen und blühenden Bäume nicht allein die Trachtquellen der Bienen. Vielmehr kann Honig in Blüten- und Honigtauhonig unterschieden werden. Als Grundlage für die Blütenhonige, wie z. B. Rapshonig, Sonnenblumenhonig oder Kleehonig dient der liebliche Nektar dieser Pflanzen. Dagegen sammeln die Bienen für die Honigtau- oder Waldhonige süße, dem Tau ähnliche Tröpfchen von den Blättern und Nadeln der Bäume.

Die Biene trägt nun den gesammelten Nektar oder den Honigtau in ihrer Honigblase zum Stock zurück, doch schon während dieses Transports beginnt die wundersame Verwandlung zu Honig. Durch die Zugabe von bieneneigenen Enzymen wird der zuckersüße Pflanzensaft in seine kleinsten Bestandteile, nämlich in Trauben- und Fruchtzucker, aufgespalten. Nach der Rückkehr übergibt die Flugbiene ihren Schatz an eine dort wartende Stockbiene, diese gibt ihn dann weiter an die nächst folgende Biene usw. Dabei wird der Nektar oder Honigtau immer weiter eingedickt und immer weiter mit wertvollen Drüsenstoffen angereichert. Nach der Einlagerung in die Vorratszellen setzt sich die Wandlung des Sammelgutes durch die hinzugeführten Fermente und durch eine weitere Verdunstung des Wassers fort. Durch ein erneutes Umtragen des Honigs von einer Zelle in eine andere, kann der Prozess sogar noch beschleunigt werden. Erst wenn der Honig „reif“ ist, d. h. wenn der Wassergehalt bei ca. 18 % liegt, verdeckeltn die Bienen die Waben. Der Wintervorrat ist nun sicher und haltbar gespeichert.

Aufgrund dieses Eindickens der Pflanzensäften unter der Zugabe von eigenen Enzymen reichern sich auch alle anderen wertvollen Inhaltsstoffe, wie Mineralien, Vitamine, Blütenpollen und trachttypische Aromastoffe an. Jede Ursprungspflanze verleiht dem Honig dabei ihren eigenen Charakter, so dass sie sich durch Geruch, Geschmack, Farbe und Konsistenz deutlich voneinander unterscheiden.

Um 1 kg Honig zu erhalten müssen mindestens 3 kg Nektar oder Honigtau eingesammelt werden. Wenn die Flugbienen für 1 kg Nektar ca. 50.000 mal mit gefülltem Honigmagen in ihren Stock zurückkehren müssen und eine durchschnittliche Entferung vom Stock bis zur Trachtquelle von 1 km angenommen wird, so legen sie für 1 kg Honig (3 x 1 kg Nektar) dabei eine Distanz von nahezu 300.000 km zurück.

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